Breitachklamm

Fließgewässer bahnen sich ihren Lauf durch die Abtragung von Gesteinen, wobei die Form des entstehenden Tals abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes ist. Widerstandsfähige Gesteinsschichten verengen Flußläufe zur Schlucht.

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Die noch aufragenden Wände der Breitachklamm bei Oberstdorf zeugen von einer derartigen Schluchtbildung. Sie bestehen überwiegend aus Kalksteinen des "Schrattenkalks". Der kreidezeitliche Schrattenkalk ist als Hauptgipfel- und Wandbildner sowie durch seine ausgedehnten Karrenfelder eine landschaftsprägende Einheit im Oberallgäu.

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Bei einer Begehung der Klamm durchläuft man eine riesige sattelförmige Falte in den Gesteinsschichten.

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Der Felssturz von 1995

Am 23. Februar 1995 brachen im Sattelscheitel ca. 50.000 m3 Fels und Geröll aus der westlichen Felswand heraus und stürzten in die Breitachklamm. Sie verbauten das Flußbett ca. 30 Meter hoch und stauten die Breitach zu einem See auf. Während der Schneeschmelze am 23. März 1996 brach der Damm und eine Flutwelle brachte die totale Verwüstung in der Klamm und im Unterlauf der Breitach. Der Schaden betrug über 300.000 DM.

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