Illerursprung

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Im Gegensatz zu den Flüssen Rhein und Inn, die einem sehr weitläufigem und geologisch vielfältigem Einzugsgebiet in den Zentralalpen entstammen, liegt der Ursprung der Iller in den Nördlichen Kalkalpen, einem relativ begrenzten, geologisch relativ homogen aufgebauten Einzugsgebiet. Der weitaus größßte Teil ihres Flusslaufes liegt in der tertiären Hügellandschaft des Alpenvorlandes.

Aufgrund ihres flussmorphologischen Erscheinungsbildes (Gefälle, Geschiebeführung und Abflussschwankungen) handelt es sich von der Quelle bis zur Mündung in die Donau jedoch durchwegs um einen Fluss mit alpinem Charakter. Sie bietet in ihrem Oberlauf leichtes Wildwasser der Schwierigkeitsstufe I & II inmitten einer schönen Gebirgskulisse.

Hinweistafel zum Illerursprung Bild vergrössern Hinweistafel zum Illerursprung

Die Iller entsteht am Illerursprung nördlich von Oberstdorf, wo die drei Quellbäche Stillach, Breitach und Trettach zusammenfließen. Die Trettach kommt vom Mändeleskopf, die Stillach entspringt im Haldenwanger Eck und wird ab Einödsbach Stillach genannt. Die Breitach hat ihren Ursprung in Bödmen / Kleinwalsertal und fließt durch die bekannte Breitachklamm.

Als Haupteisstrom der Illergletscher setzte sich die Iller in den verschiedenen Eiszeiten aus Eisströmen zusammen, die sich im Oberstdorfer Becken vereinigten.

Der Fluss Iller durchschneidet die Nördlichen Kalkalpen, Flysch und Helvetikum, fließt anschließend durch das Moränengebiet der Vorlandgletscher durch breite, schottergefüllte, tief in die Tertiärober- fläche eingeschnittene Schmelzwassertäler und mündet nach 147 km und 355 Höhenmetern schließlich mit einem breiten Schwemmfächer bei Ulm in die Donau.

Der Name Iller soll keltischen Ursprungs sein und auf die Wurzel fließen zurückgehen. Urkundlich erwähnt wird die Iller erstmals im 8. Jahrhundert als "Hilaria". Der Flussname wechselte wiederholt und heißt seit 1413 Iller.