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Treibholzbeseitigung am bayerischen Bodenseeufer

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Projekt-Information

  • Gewässer: Bodensee
  • Baumaßnahmen: Beseitigung von Treibholz am bayerischen Ufer des Bodensees auf ca. 18 km Länge
  • Kosten: jährlich im Mittel ca. 120.000€
  • Kostenträger: Freistaat Bayern
  • Zeitraum: regelmäßig

Projektbeschreibung

Bei Hochwasser und nach Starkniederschlägen werden aus Tobeln und Bächen große Mengen Holz (Baumstämme, Äste, Wurzeln) ausgeschwemmt und hauptsächlich über den Alpenrhein in den Bodensee transportiert. Sobald sich die Rheinströmung im Bodensee verliert, verdriften vorherrschende Winde aus südlicher und westlicher Richtung das Treibholz hauptsächlich an das bayerische Bodenseeufer. Dieses ersteckt sich zwischen Baden-Württemberg und Österreich über eine Länge von 18 km und umfasst die Stadt Lindau sowie die Gemeinden Wasserburg und Nonnenhorn.

Die Seemeisterstelle Lindau sorgt mit dieser Aufgabe nicht nur für die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt. Durch die Maßnahme wird auch die biologische Wirksamkeit der Uferzone erhalten. Unter Verwendung eines speziellen Räumbootes und der Mitwirkung privater Unternehmen wird die anspruchsvolle Arbeit bewältigt.

Besondere Herausforderungen sind dabei der je nach Jahreszeit und auch kurzfristig stark schwankende Anfall an Schwemmholz. Hier müssen die Mitarbeitenden flexibel reagieren. Doch auch vielbesuchte Freizeiteinrichtungen, voll belegte Häfen und schwierige Zufahrtsmöglichkeiten sind zu berücksichtigen. Hinzu kommt der Druck der Öffentlichkeit, die in kurzer Zeit ein aufgeräumtes Bodenseeufer erwartet.


Weiterverwendung des Schwemmholzes

Das Treibholz wird je nach Zugänglichkeit und Wasserstand mit unterschiedlichen Methoden in Großcontainer verladen und zur Weiterverarbeitung transportiert.
Die Treibholzmenge und ihre Beeinträchtigung des betroffenen Uferabschnittes bestimmen die Priorität des Einsatzes.

Treibholz besteht vor allem aus morschem Altholz, das bei der Zerkleinerung in der Häckselanlage fein zerschlagen wird. Das ausgesiebte Feinmaterial wird dann energetisch in Heizanlagen genutzt. Daneben findet es auch als Mulch in Obstanbaugebieten Verwendung.

Das WWA Kempten dankt allen Beteiligten für die Unterstützung und das Engagement bei der Umsetzung dieses Projekts!

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