Hochwasserschutz Nesselwanger Mühlbach
Projekt-Information
- Baumaßnahmen: Hochwasserrückhaltebecken, Gewässerausbau
- Zeitraum: 2027-2030
- Baukosten: ca. 5,2 Mio. €
- BemessungsabflussHQ100 WB+Klimaänderungszuschlag: 30 m3/s
- Planung: Arnold Consult AG, München, Ingenieurbüro Kokai GmbH, Weilheim i. OB
- Aktueller Stand: Planungsphase
- Lage im Bayernatlas
Aktueller Stand (Juni 2026)
Für den Nesselwanger Mühlbach und seine Seitenbäche wurde ein Wildbachgefährdungsbereich ermittelt. Er zeigt das Überschwemmungsgebiet bei einem hundertjährlichen Hochwasser und berücksichtigt wildbachtypische Gefahren wie Schwemmholz, Geschiebe und Verklausungen an Brücken. Für den Ortsbereich Nesselwang wurde ein hohes Schadenspotenzial festgestellt: Viele Gebäude und Einrichtungen, unter anderem die Grundschule und das ABC Schwimmbad, würden überschwemmt.
Im Rahmen der Vorplanung wurden verschiedene Ausbauvarianten geprüft bzw. die Kombination aus Rückhalt und innerörtlichen Einzelmaßnahmen optimiert und ausgeplant. Die Planungen sind nahezu abgeschlossen und wurden im Februar in einer Gemeinderatssitzung vorgestellt. Nach Fertigstellung werden die Unterlagen im Sommer beim Landratsamt Ostallgäu zur Genehmigung eingereicht.
Um den Siedlungsbereich Nesselwang vor einem hundertjährlichen Hochwasser zu schützen, sind drei Bauabschnitte vorgesehen. Das Hochwasserrückhaltebecken am Scheiblesmoosbach ist das zentrale Schlüsselbauwerk. Durch die Rückhaltung wird der Hochwasserabfluss des Scheiblesmoosbach deutlich reduziert und damit die Umsetzung der innerörtlichen Maßnahmen deutlich erleichtert. Der Damm ist etwa 4 Meter hoch und 320 Meter lang. Bei Vollstau fasst das Becken 77.000 m³ Wasser. Zum Schutz des Gewerbegebiets gegen Rückstau wird eine etwa 100 Meter lange Spundwand eingebracht, die rund 2,5 Meter aus dem Gelände ragt.
Im Kurpark sind der Neubau einer Brücke und eines Fußgängersteges vorgesehen, weil die Bestandsbauwerke im Hochwasserfall angestaut würden. Zudem wird das Gewässer in Teilbereichen eingetieft und verbreitert. Zur Verbesserung der Ökologie und der Aufenthaltsqualität wird ein neuer Gewässerverlauf mit Zugängen zum Mühlbach angelegt. Der alte Gewässerverlauf wird in Teilbereichen aufgefüllt, um den Schutzgrad herzustellen.
Zum Schutz des Schwimmbads sind Geländemodellierungen und eine Aufweitung des Gewässers vorgesehen.
Sofern das Genehmigungsverfahren ohne Verzögerungen abläuft, kann im Sommer 2028 mit der Umsetzung des Bauabschnittes 1 begonnen werden. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist im Herbst 2030 vorgesehen.
Chronologie
Ausgangslage
Für den Nesselwanger Mühlbach und seine Seitenbäche wurde ein Wildbachgefährdungsbereich ermittelt. Er zeigt das Überschwemmungsgebiet bei einem hundertjährlichen Hochwasser und berücksichtigt wildbachtypische Gefahren wie Schwemmholz, Geschiebe und Verklausungen an Brücken. Für den Ortsbereich Nesselwang wurde ein hohes Schadenspotenzial festgestellt: Viele Gebäude und Einrichtungen, unter anderem die Grundschule und das ABC Schwimmbad, würden überschwemmt.
Im Rahmen der Vorplanung wurden verschiedene Ausbauvarianten geprüft bzw. die Kombination aus Rückhalt und innerörtlichen Einzelmaßnahmen optimiert und ausgeplant. Die Planungen sind nahezu abgeschlossen und wurden im Februar in einer Gemeinderatssitzung vorgestellt. Nach Fertigstellung werden die Unterlagen im Sommer beim Landratsamt Ostallgäu zur Genehmigung eingereicht.
Um den Siedlungsbereich Nesselwang vor einem hundertjährlichen Hochwasser zu schützen, sind drei Bauabschnitte vorgesehen. Das Hochwasserrückhaltebecken am Scheiblesmoosbach ist das zentrale Schlüsselbauwerk. Durch die Rückhaltung wird der Hochwasserabfluss des Scheiblesmoosbach deutlich reduziert und damit die Umsetzung der innerörtlichen Maßnahmen deutlich erleichtert. Der Damm ist etwa 4 Meter hoch und 320 Meter lang. Bei Vollstau fasst das Becken 77.000 m³ Wasser. Zum Schutz des Gewerbegebiets gegen Rückstau wird eine etwa 100 Meter lange Spundwand eingebracht, die rund 2,5 Meter aus dem Gelände ragt.
Im Kurpark sind der Neubau einer Brücke und eines Fußgängersteges vorgesehen, weil die Bestandsbauwerke im Hochwasserfall angestaut würden. Zudem wird das Gewässer in Teilbereichen eingetieft und verbreitert. Zur Verbesserung der Ökologie und der Aufenthaltsqualität wird ein neuer Gewässerverlauf mit Zugängen zum Mühlbach angelegt. Der alte Gewässerverlauf wird in Teilbereichen aufgefüllt, um den Schutzgrad herzustellen.
Zum Schutz des Schwimmbads sind Geländemodellierungen und eine Aufweitung des Gewässers vorgesehen.
Sofern das Genehmigungsverfahren ohne Verzögerungen abläuft, kann im Sommer 2028 mit der Umsetzung des Bauabschnittes 1 begonnen werden. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist im Herbst 2030 vorgesehen.
Das WWA Kempten dankt allen Beteiligten für die Unterstützung und das Engagement bei der Umsetzung dieses Projekts!
